Sonntag, 31. März 2013

Bericht aus Korbach

Bei der Hessenmeisterschaft in Korbach haben wie berichtet Karl-Heinz Gürtler und Knut Goebel den SC Ober-Ramstadt vertreten. 
Im A-Turnier mit DWZ von 1824 bis über 2100 gab es keine leichten Gegner. Karl-Heinz war etwas glücklos mit dem ein oder anderen Qualitätsopfer und unterlag trotz Chancen in einigen engen Partien. Am Ende standen ein Sieg und ein Remis bei vier Niederlagen und einer spielfreien Runde, Platz 23 mit 2,5 Punkten und ein paar verlorene DWZ. 
Knut hatte es im B-Turnier natürlich einfacher. Nach 3 Siegen, 3 Remis und einer Niederlage standen 4,5 Punkte zu Buche, Platz 13 von 62 Teilnehmern und ein paar gewonnene DWZ. Es fehlte nur ein halber Punkt zu Platz 2-8, die zwei Remis am Schlusstag waren vielleicht etwas zu friedfertig.
Es waren nur drei weitere Starkenburger Speler in Korbach: Nils Penzel (Eppertshausen) schaffte tolle 50% im Meisterturnier. Er remisierte dabei gegen GM Schmittdiel und den Wiesbadener IM und Bundesligaspieler Carlstedt. Die beiden Weiterstädter Schachfreunde Werner Diehl und Helmut Friedrich wurden 14. im A-Turnier und 7. im B-Turnier.
kg

Hagen Poetsch ist Hessenmeister

Im Meister-Turnier des Hessischen Schachverbandes in Korbach holte sich der für Wiesbaden spielende IM Hagen Poetsch mit 5,5 Punkten aus 7 Runden überlegen den Titel vor den GMs Schmittdiel (Dortmund) und Kunin (Mörlenbach) mit je 4,5 und weiteren neun Teilnehmern.
Im A-Turnier (>1800 - 27 Teilnehmer) siegte Thomas Neumark (Battenberg) mit 6,0 vor H.Sorial (5,5) und M Zatschek (5,0).
Das B-Turnier (<1850 - 62 Teilnehmer) gewann Wolfgang Kies (Marsberg) mit 5,5 vor sieben Spielern mit jeweils 5,0.
Alles über Teilnehmer, Ergebnisse,Tabellen etc gibt es hier auf der Homepage.
rit

Samstag, 30. März 2013

Kandidatenturnier - Ruhe vor dem Sturm
Die heiße Phase in London beginnt morgen! 

Nach 12 von 14 Runden können sich nur noch drei der Kombattanten für die WM-Herausforderung qualifizieren -Kramnik - Carlsen - (Aronian).
Der Stand vor den letzten zwei Runden:
  8,0 Kramnik   7,5 Carlsen   6,5 Aronian   6,0 Svidler
  5,5 Gelfand   5,5 Grischuk  5,0 Ivanchuk  4,0 Radjabov
Alle unter 6,0 sind außer Schlagdistanz, weil nur noch zwei Punkte zu holen sind. Auch Svidler scheidet aus, weil er den direkten Vergleich mit Kramnik verloren hat, was bei Punkgleichheit entscheiden würde.
Aronian, ebenfalls im direkten Vergleich zurück, könnte es theortisch noch schaffen, wenn er alles gewinnt und Kramnik alles verliert.
Damit spricht jede Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Sache auf Kramnik und Carlsen konzentriert. Der Russe (Kra) ist dem Norweger (Car) einen halben Punkt voraus, aber zwei volle Punkte stehen noch in Aussicht. Sie müssen im Fernduell geholt werden mit folgendem Restprogramm: 
  Kramnik gegen     Gelfand und Ivanchuk
  Carlsen gegen     Radjabov und Svidler      
Ein vorsorglicher Blick auf den Tiebreak zeigt: Der direkte Vergleich ist und bleibt 1:1. Die Zahl der Siege (4:4) und die SB-Wertung (Kra +1,5) können sich jedoch noch ändern.
Es bleibt also spannend bis zur letzten Runde. Heute ist Ruhetag, die beiden Osterfeiertage bringen die Entscheidung.
Links:   Live und Datenbank -hier-.  Turnierseite -hier-.   Tagebuch -hier-.
rit

Freitag, 29. März 2013

Hanna Klek ist Deutsche Frauenmeisterin
Nachbarin My Linh Tran fast auf dem Treppchen

Bei den ziemlich stark besetzten Deutschen Frauenmeisterschaften in Bad Wiessee holte sich die 18-jährige Hanna Maria Klek mit 7,5 Punkten aus 9 Runden nach Wertung den Titel vor der punktgleichen Zoya Schleining.
In respektvollem Abstand folgen mit 6,0 Punkten Marta Michna (Platz 3), Sarah Hoolt und My Linh Tran. Für die junge Roßdörferin ein toller Erfolg, bei dem sie den Bronze-Rang nur knapp verpasste.
rit

Donnerstag, 28. März 2013

Endspieltaktik -
Mehrere Motive auf engem Raum

Die nebenstehende Stellung entstammt einer real gespielten Partie aus dem Jahre 1963.
Die momentan für Weiß ungünstige Konstellation erlaubt Schwarz den forcierten Gewinn, bei dem er sich mehrerer verschiedener Motive und Techniken bedient.

Schwarz am Zuge gewinnt.
Lösung hinter dem Break.

Mittwoch, 27. März 2013

Spitzenwechsel beim Hessischen Schachverband

Beim Kongress des HSV am Palmsonntag (24.3.) in Korbach wurde ein neuer Vorsitzender (Präsident) gewählt. Der Frankfurter Thorsten Ostermeier löste dabei den seit 10 Jahren amtierenden Dr Harald Ballo aus Offenbach ab.
Auch in zwei anderen Vorstandsämtern (Turnierleiter für Mannschaften und Schriftführer) kam es zu neuen Besetzungen.
Des weiteren wurde die überarbeitete Turnierordnung verabschiedet und und eine leichte Beitragssenkung beschlossen.
rit

Dienstag, 26. März 2013

Zwei von uns beim Hessen-Turnier in Korbach

Zu den Osterwoche-Turnieren des Hessischen Schachverbandes, die von Mittwoch bis Samstag (27.-30. März) im nordhessischen Korbach stattfinden (post 19/03), haben auch zwei Schachfreunde aus unserem Verein gemeldet: Dr Karl-Heinz Gürtler (1892) spielt in der A-Gruppe und Knut Goebel (I644) in der B-Gruppe.
Wer das Turnier und das Abschneiden der beiden verfolgen will, kann das hier
rit

Montag, 25. März 2013

Endspieltaktik -
Wohin mit dem Turm?      
Eine Partie aus einem Junioren-Länderkampf 1952 zwischen Rumänien und Bulgarien.
Schwarz am Zuge spielte
1. ... Tb1
und drohte Matt auf h1. Weiß wehrte sich mit
2. Ta6+
und die Partie war remis.
Wo wäre der schwarze Turm wirkungsvoller zur Geltung gekommen?

Sonntag, 24. März 2013

Kandidatenturnier 2013 - Der Halbzeitstand

Die erste Hälfte des Kandidatenturniers 2013 in London ist absolviert. Jeder hat gegen jeden einmal gespielt. Danach ergibt sich nach 7 Runden folgender Punktestand:
        5,0     Carlsen + Aronian
        3,5     Svidler + Kramnik
        3,0     Radjabov + Grischuk  
        2,5     Ivanchuk + Gelfand
Wenn jetzt Schluss wäre, hieße der Herausforderer Carlsen, weil er um 0,5 Sonneborn-Berger-Punkte vor Aronian liegt und die vorrangigen Kriterien (Direkter Vergleich und Zahl der Gewinne) bei beiden gleich sind. Sollte am Ende auch die SB-Wertung gleich sein, kommt es zu einem Stechen.
Aber so weit ist es noch lange nicht. Vielleicht erleben wir von denjenigen, die später nichts mehr zu verlieren haben, noch spektakuläre Husarenritte, vor denen sich die Favoriten besonders in acht nehmen müssen.
Ab heute geht es mit vertauschten Farben in den zweiten Umlauf und dabei treffen gleich die Spitzenreiter aufeinander. Infos, Termine und Links gibt es hier.
rit

Samstag, 23. März 2013

Fide Grand Prix - Gibt es Probleme?

Wie bekannt, hat sich die Fide mit Andrew Paulson und seiner eigens dafür gegründeten Vermarktungsfirma Agon zusammengetan, um die WM Zyklen der nächsten Jahre auszurichten. Dabei hat man sich hohe Ziele gesteckt: Möglichst nur große Welt-Metropolen als Gastgeber und stattliche Preisfonds für die Teilnehmer.
Anscheinend läuft aber doch nicht alles nach Wunsch. Die sechs-teilige Grand-Prix-Serie gerät ins Stottern. 
Nachdem London und Taschkent ordnungsgemäß stattgefunden haben, gab es für das bevorstehende April-Turnier eine Absage von Lissabon; hier soll Zug/Schweiz (Metropole?) einspringen. Madrid hatte schon vorher das Mai-Turnier zurückgegeben; ein Ersatz scheint noch nicht gefunden. Über Berlin (Juli) und Paris (September) wird nun auch schon im Dunkeln gemunkelt.
Die Probleme liegen wohl im finanziellen Bereich. Agon fällt es offenbar schwerer als erwartet, geeignete Sponsoren zu finden, die die hohen Preisgelder und vornehmen Unterbringungen zu zahlen bereit sind.
Hoffen wir im Interesse des Schachs, dass es sich nur um Anlaufschwierigkeiten handelt und das im Grunde sehr lobenswerte Vorhaben fortgeführt werden kann.
Mehr zu dem Thema gibt es in unseren Beiträgen vom 19.7.12, vom 22.9.12, vom 2.10.12 und vom 26.12.12.
rit

Freitag, 22. März 2013

London - Zwei Geschenke für die Spitze

In der 6. Runde des Kandidatenturniers kam es gestern zu zwei "Betriebsunfällen", die zumindest den beteiligten "Patzern" noch lange in Erinnerung bleiben dürften. Innerhalb von 4 Zügen in der Partie Svidler-Carlsen und gar nur 2 Zügen bei Radjabov-Aronian kam es zu den nachstehenden Katastrophen:
Svidler - Carlsen
Mit dem schon gefühlsmäßig verdächtigen Zug
33. Dh5 ?? 
begibt sich Weiß in eine tödliche Fesselung.
Er droht zwar Th8+/Dxh6+/Dxg7# und auch das unmittelbare 33. ... f6  muss er nicht fürchten, weil er dann mit Df5+/Th8+/Dxf6+/Dg7# ebenfalls mattsetzen kann.
Aber der verteidigende und angreifende Zwischenzug
33. ... De4 !! 
beraubt ihn aller Möglichkeiten. Nach
34. Tb2 Td5  35. Te2 Db1+  36. Kh2 f6
streckte er die Waffen.
Radjabov - Aronian
Noch ärger ging es hier zu. Ohne große Not ließ sich Weiß zu
53. Sxe5 ??
verleiten und mußte nach
53. ... Dxe4+  54. Sf3 Sf4+
dem Gegener den Punkt überlassen.
Damit haben die beiden Spitzenreiter Carlsen und Aronian vorzeitig ihren Osterhasen erhalten und führen nun schon deutlich mit 1,5 Punkten Vorsprung.
rit

Donnerstag, 21. März 2013

Endspieltaktik - Eine harmlose Stellung?

Keine Studie, sondern der Schluss einer real gespielten Partie aus dem Jahr 1909. Das ist über hundert Jahre her und man kann nicht damit rechnen, dass man diese Stellung auch mal aufs Brett kriegt. Aber einigen Lehrwert hat die Sache auf jeden Fall.
Weiß am Zuge hat zwar einen Bauern weniger, aber er muss sich keine großen Sorgen machen; notfalls kann sich ja der Springer gegen den letzten Bauern opfern. Dementsprechend hat auch Schwarz keine große Perspektive.
Also kann man sich wohl die Zeit sparen und das Ding Remis geben.
Oder ??

Kandidatenturnier

Nun sind schon 5 Runden gespielt und es wird langsam interessant. Auf der Turnierhomepage findet man alles Wissenswerte über das Turnier und auch einen täglichen Bericht über den Turnierverlauf in englischer Sprache. Für alle, die lieber deutsch lesen, gibt es hier ein sehr gutes "Tagebuch".  Viel Spass wünscht Gue.

Dienstag, 19. März 2013

Wer will nach Korbach?

Es ist zwar ziemlich weit weg (200 km), aber wir wollen trotzdem daran erinnern für den Fall, dass jemand reisefreudig ist und dort gerne mitspielen will:
In der Osterwoche (27. bis 30. März) finden im nordhessischen Korbach die Turniere des Hessischen Schachverbandes statt. Gespielt wird in drei Gruppen:
Meister-Turnier:  Qualifikation oder 2300 Elo
A-Turnier:          Mindestens 1800 DWZ
B-Turnier:          Bis maximal 1850 DWZ
Wer Interesse hat und mehr wissen will, findet hier die komplette Ausschreibung und hier weitere Informationen.
rit

Sonntag, 17. März 2013

Bundesliga nach den Runden 11 und 12

Drei Runden vor Schluss sind im Oberhaus des deutschen Schachs die wesentlichen Fragen schon geklärt:
Die Meisterschaft ist der OSG Baden Baden (24) praktisch nicht mehr zu nehmen. Es sind zwar noch sechs Punkte auszuspielen, aber ein Vorsprung von fünf Mannschaftspunkten und zwölf Brettpunkten sind bei der Klasse der Kurstädter mehr als ein Ruhepolster. Auf den Plätzen kann es aber zwischen Mülheim (19), Solingen (18) sowie Eppingen und Hockenheim (je 16) durchaus noch Gerangel geben. 
Im Hinterhaus stehen mit Forchheim, Norderstedt und Griesheim drei Absteiger fest; sie haben mit ihren Rückständen von neun und mehr Punktn auch rein theoretisch keine Chancen mehr. Eine rechnerische Möglichkeit hätte noch Berlin, aber bei sechs Mannschaftspunkten und neun Brettpunkten Rückstand ist das pure Illusion.
Damit tritt neben der Bundeshauptstadt auch unser Nachbar Griesheim wieder in das zweite Glied zurück. Es hat uns aber allen Freude gemacht, gemeinsam mit dem Aushängeschild des Bezirks Starkenburg wieder einmal die Luft der Extraklasse schnuppern zu dürfen.
Einzelheiten zur Doppelrunde 11+12 (Tabelle, Ergebnisse, Partien) gibt es  HIER
Die Dreifache Zentrale Endrunde wird vom SV Hockenheim ausgerichtet und findet in drei Wochen vom 5. bis 7. April im Schloss von Schwetzingen statt.
rit

Aronian's Kombination in London

Im Kandidatenturnier in London wurden gestern die ersten beiden Partien entschieden. Es siegten Radjabov gegen Ivanchuk und Aronian gegen Gelfand.
Gelfand übersah eine Taktik, und Aronian nutzte dies sofort aus. Die Partie und die Kombination ist hier nachspielbar.

Freitag, 15. März 2013

Kandidatenturnier: Regeln-Termine-Links

Modus:              Doppelrunde  (14 Spieltage - 4 Ruhetage - evtl 1 Tiebreaktag). 
Bedenkzeit:        2 Std/40Z + 1 Std/20Z + 15 Min+30sec/Rest. 
Tiebreak:           Direkter Vergleich - Zahl der Siege - Sonneborn-Berger - Stichkampf. 
Preisfonds:        510.000 Euro (115-107-91-67-48-34-27-21).
Spieltage:           15-17,  19-21,  23-25,  27-29,  31-01  (TB 02)  -  jeweils 15 Uhr
Links:                   Live und Datenbank -hier-.  Turnierseite -hier-.   Tagebuch -hier-.
rit

Donnerstag, 14. März 2013

Das Kandidatenturnier 2013 in London

In der Zeit vom 15. März bis 2. April wird in der englischen Hauptstadt der Spieler ermittelt, der im November den seit 2007 amtierenden Schach-Weltmeister Vishy Anand zum WM-Duell herausfordern darf. 
Das Turnier der Kategorie 22 repräsentiert mit einem Elo-Schnitt von 2787 das zweitstärkste Feld (nach Bilbao 2010 mit 2789), das jemals zu einem Schachwettbewerb mit mehr als zwei Personen zusammengekommen ist.
Hier die Kandidaten mit Namen, Alter, Herkunft, Elozahl und Art ihrer Qualifikation:
  Carlsen, Magnus     22  Nor 2872   Weltrangliste
  Kramnik, Vladimir   37  Rus 2810   Weltrangliste
  Aronian, Levon      30  Arm 2809   Weltrangliste
  Radjabov, Teimur    26  Aze 2793   Fide Wildcard
  Grischuk, Alex.     29  Rus 2764   World-Cup
  Ivanchuk, Vassily   44  Ukr 2757   World-Cup
   Svidler, Peter      36  Rus 2747   World-Cup 
  Gelfand, Boris      44  Isr 2740   Finalist 2012 
Carlsen gilt als großer Favorit, aber bei diesem illustren Feld erfahrener Meister ist alles möglich. 
Morgen 15 Uhr geht es los. Die technischen Daten folgen.
rit

Mittwoch, 13. März 2013

Bundesliga 16.+17. März

Etwas im Schatten des Kandidatenturniers werden am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr die Runden 11 und 12 der Schach-Bundesliga ausgespielt.
Unsere hessischen Vertreter (Wie und Gri) treffen sich mit Trier und dem Gastgeber Baden Baden. Ansonsten ist von Interesse, ob sich Berlin noch gegen den Abstieg stemmen kann.
Alle Partien werden HIER Live übertragen.
rit

Die Turnier-Kategorien im Schach

Bei großen Schach-Events liest man oft: Turnier der Kategorie XX. Je höher das XX, desto stolzer ist (mit Recht) der Veranstalter. Was hat es damit auf sich?
Die Einteilung orientiert sich am Elo-Schnitt aller beteiligten Spieler. Die Zählung fängt bei Elo 2251 an und erhöht sich im Abstand von jeweils 25 Elo-Punkten um einen Zähler. Also:
Kategorie 1 =  2251-2275,   Kategorie 2 =  2276-2300,  ....  usw. 
Richtig prominent und werbewirksam wird es natürlich erst in den oberen Rängen, wenn nur Weltklassespieler (ohne verwässernde Elo-Schwächlinge) am Start sind, z.B.:
          Kat 15 > 2600,   Kat 16 > 2625,   Kat 17 > 2650,   Kat 18 > 2675
        Kat 19 > 2700,   Kat 20 > 2725,   Kat 21 > 2750,   Kat 22 > 2775 
Kategorie 22 wurde bisher fünf Mal erreicht (bei Master Finals und Tal Memorials) und erlebt ihre sechste Auflage jetzt beim Kandidatenturnier 2013 in London.
Kategorie 23 (> 2800) hat es, außer bei Zweikämpfen, noch nicht gegeben; sie ist aber möglich, wenn die ersten Sieben der Weltrangliste vom rz 2013 zusammenkommen.
rit

Dienstag, 12. März 2013

Ukraine gewinnt Frauen-Team-WM

Ohne Niederlage bei zwei Remisen hat sich das Team der Ukraine bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft der Frauen in Astana/Kasachstan (28/02) durchgesetzt. Die Ukraine hatte mit Lahno, Ushenina, Muzychuk, Zhukova und Gaponenko alle ihre Spitzenkräfte an Bord, während bei den anderen starken Nationen China und Russland jeweils zwei ihrer Besten fehlten. Der Endstand:
        1 Ukraine     16          6 USA          8
        2 China       15          7 Kasachstan   6
        3 Russland    13          8 Rumänien     6
        4 Georgien    12          9 Frankreich   4
        5 Indien       9         10 Türkei       1
Die komplette Kreuz-Tabelle gibt es hier. Die Homepage ist hier. Nachspielen kann man hier.
rit

Montag, 11. März 2013

Hätte es ein Super-GM gesehen?

Die junge Chinesin Qi Guo gehört mit ihren 17 Jahren zu den Hoffnungsträgerinnen ihres Landes. Auch bei der Frauen-Team-WM in Astana hat sie sich mit 6 aus 8 gut geschlagen.
Im Spiel gegen Emel Kaya aus der Türkei bekam sie mit Weiß und am Zuge die nebenstehende Stellung auf das Brett.
Nach längerem Nachdenken zog sie 18. Lb4 und behielt nach 18...Txe2  19. Lxh5 bxc4  20. Lc3 leichten Vorteil, der nach 53 Zügen schließlich auch zum Punktgewinn führte.
Der Computer hingegen empfahl eine Wendung, die die Sache schnell zum Erfolg gebracht hätte, nämlich:

Sonntag, 10. März 2013

Schachromantik - Der Seekadett

In der Operette 'Der Seekadett' von Genee wurde diese Eröffnungsfalle 1876 mit lebenden Figuren dargestellt. Daher stammt auch der in Deutschland übliche Name 'Seekadetten-Matt'.
Anderswo spricht man vom 'Legalls Matt', das schon 100 Jahre zuvor der französische Schachmeister Legall einem Chevalier de St. Brie im berühmten Cafe de la Regence in Paris angesetzt hatte. Zustande kommt die Mattstellung wie folgt:
      1.e4 e5   2.Sf3 d6   3.Lc4 Lg4   4.Sc3 h6   
      5.Sxe5 Lxd1   6.Lxf7+ Ke7   7.Sd4#
Das Damenopfer ist ein gutes Lehrbeispiel für Kinder im Schulschach und für andere Anfängergruppen. Zum einen ist es wunderschön und zum anderen zeigt es (a) die Schwäche des Feldes f7 im Eröffnungsstadium und (b) die Bestrafung allzu großer Gier nach Materialgewinn.
rit   (weitere Beiträge auf der Seite Taktik-Archiv)

Freitag, 8. März 2013

Hinweis:  Bei ChessBase gibt es ein zweiteiliges Interview mit GM Sergej Karjakin
(23 Jahre, Elo 2786, Nummer 5 der Weltrangliste). Es ist zwar ziemlich lang, aber recht unterhaltsam. Teil 1 gibt es hier, Teil 2 hier.

Donnerstag, 7. März 2013

Halbzeit und ein schöner Abzug in Astana

Bei der Frauen-Mannschafts-Weltmeisterschaften in Kasachstan ergibt sich vor dem Ruhetag und nach 5 von 9 Runden folgende Situation:
   9 Punkte haben Russland (16,0) und Ukraine  (13,0)
   7 Punkte haben China    (13,0) und Georgien (13,0)
Kaum noch Titelchancen hat Indien mit 6 Punkten. Von den Führenden hat China das leichtere Restprogramm. Die komplette Tabelle gibt es hier.
Wie öfter beim Frauenschach wird die Qualität mancher Partien bemängelt. Aber es gibt auch starke Kombinationen, wie man am folgenden Beispiel sehen kann:
Qi Guo (Chn) gegen Galliamova (Rus)
Schwarz hat gerade 15...Sc6-e5 gespielt und alles sieht ganz harmlos aus. Aber Weiß findet die schöne Wendung
16. Ld5 !!
Der Läuifer steht ein, aber der nachfolgende Springer-Abzug führt zu deutlichem Vorteil und Materialgewinn für Weiß
(z.B.  16. ...exd5  17. Sxd5 Dd6 (Db7 Tc7)  18. Sc7 Db4  19. Sxa8   oder  16. ... Lb7  17. Sb5 Db8  18. Lxb7 Dxb7  19. Sxe5 axb5  20. Sd7 Tfd8  21. Dxb5 Tac8  22. Sxb6)
Es folgte
16...Tb8   17. Sb5 Sf3+   18. Lxf3 De5   19.Sa7
und Weiß steht überlegen.
Zwar fanden beide später nicht immer die beste Fortsetzung, sodass sich der (verdiente) weiße Sieg bis zum 40. hinzog. Der Feinheit von 16. Ld5 tut das aber keinen Abbruch.
rit

Mittwoch, 6. März 2013

Turmendspiele - Teil 1 und 2

Deep Chess Media bringt unter dem Kürzel WBT (web base training) in unregelmäßigen Abständen kleine Trainings-Videos, die auch für geübte Vereinsspieler als Repetitorium gut geeignet sind. Moderator Andreas Hecker und GM Michael Hoffmann plaudern über Stellungstypen, Faustregeln und lehrreiche Beispiele aus der Praxis.
Den Kurs ''Turmendspiele Teil 1'' findet man HIER.
Den Kurs ''Turmendspiele Teil 2'' findet man HIER
rit

Montag, 4. März 2013

Schachromantik - Die Unsterbliche

Nach den vielen technisch sauberen Weltklasse-Remisen in Zürich ist es wieder einmal an der Zeit, sich einem zwar nicht ganz so lupenreinen, aber herzerfrischend turbulenten Werk aus der guten alten Zeit zuzuwenden.
Das nebenstehende Diagramm zeigt die Endstellung, in der Weiß mit nur noch drei verbliebenen Leichtfiguren konzentriert matt setzt, während das noch komplett vorhandene schwarze Offizierskorps weit abseits in der Prärie verstreut ist. Es sieht eher nach einer kunstvoll gestellten Studie aus, stammt aber aus einer realen Partie. 
Im Jahre 1851 saßen sich im Cafe Simpson in London der Breslauer Mathe-Lehrer Adolf Anderssen (Weiß) und der in Paris lebende baltendeutsche Berufsschachspieler Lionel Kieseritzky (Schwarz) gegenüber. Sie waren damals das, was Carlsen, Anand, Kramnik und Konsorten heute sind, absolute Weltspitze. Nach dem eigentlichen Londoner Turnier, das Anderssen gewonnen hatte, produzierten sie nun in einem Freundschaftskampf folgenden Thriller:

Sonntag, 3. März 2013

Sonntags-Blitz

Den frei gewordenen Sonntag Vormittag nutzten vier Ober-Ramstädter Spieler zu einem entspannten doppelrundigen Blitzturnier.
Nach jahrelangem freitäglichen Blitztraining erwies sich Rolf Tiemann als der beste Blitzer und gewann beide Runden mit insgesamt 8/12 Punkten. Karlheinz Gürtler und Hermann Jaksch teilten sich punktgleich mit 6,5/12 den zweiten und dritten Platz vor Knut Goebel, der das Viererfeld komplettierte.
kg

Nur SCO III am 7. Spieltag aktiv

Am heutigen Spieltag hat nur unsere dritte Mannschaft Schach gespielt. Die erste Mannnschaft kam zu einem kampflosen 8:0 gegen Ladja Roßdorf II, da Roßdorf nicht antrat. Ober-Ramstadt I liegt nach sieben Spielen mit 12:2 Punkten gleichauf mit Eberstadt an der Tabellenspitze der Bezirksklasse und wird wohl zusammen mit Eberstadt in die Starkenburgliga zurückkehren. Rechnerisch fehlen noch zwei Punkte aus den letzten beiden Spielen gegen Eberstadt und Münster.
Die zweite Mannschaft war heute spielfrei und ist dennoch in der Kreisklasse C Tabellenführer mit 10:2 Punkten geblieben. Roßdorf III und Rödermark/Eppertshausen IV folgen mit 9:3 bzw. 9:5 Punkten auf den Plätzen. SCO II hat beste Chancen, einen der ersten beiden Plätze zu belegen und in die Kreisklasse B aufzusteigen.
Ober-Ramstadt III hatte eine Auswärtspartie bei Ladja Roßdorf IV und unterlag mit 0,5:3,5 gegen die schon etwas erfahreneren Gegner. Sebastian Kollmeyer holte das einzige Remis. SCO III hat damit die Saison in der Kreisklasse E bereits beendet. Die Jungs konnten immerhin einen Sieg und zwei Unentschieden einfahren und beendeten ihre erste Spielzeit mit 4:8 Punkten auf Tabellenplatz 5.
kg

Samstag, 2. März 2013

Jugend vorn in Cappelle-la-Grande

Mehr als 550 Teilnehmer, an die 200 Titelträger, über 70 Großmeister - das Open in Nord-Frankreich hatte auch heuer in seiner 29. Auflage wieder gigantische Ausmaße.
Daher verwundert es nicht, wenn auch nach 9 Runden Schweizer System immer noch acht Mann punktgleich (7,0) an der Spitze lagen. Nach Wertung gingen die ersten Plätze an drei Youngster, die gerade erst Geburtstag hatten.
Sieger wurde der Kalmücke Sanan Sjugirov (20), Zweiter (wie im Vorjahr) der Inder Parimarjan Negi (20) und Dritter der Israeli Maxim Rodstein (24). Die komplette Tabelle gibt es hier.
rit

Caruana gewinnt in Zürich

Vielleicht wollten sich Kramnik und Gelfand so kurz vor dem Kandidatenturnier nicht in die Karten gucken lassen und Anand seine Vorbereitungen auf den späteren Titelkampf nicht preisgeben, während Caruana, frei von derartigen Verpflichtungen, alle Register ziehen konnte? Sehr wahrscheinlich ist das nicht, denn die Gewinnpartien kamen durch kleine Fehler im Mittelspiel zustande und das hat mit Geheimhaltung nichts zu tun.
Wie dem auch sei: Eindeutiger Sieger des bärenstaken kleinen Kammer-Turniers in Zürich ist der in der Schweiz lebende 20-jährige Italo-Amerikaner Fabiano Caruana mit 4,0 Punkten. Er hatte am Schluss der sechs Runden einen vollen Punkt Vorsprung vor Vishy Anand mit 3,0, während die Mitstreiter Vladimir Kramnik und Boris Gelfand mit je 2,5 Punkten unter den 50% blieben. 
Nachdem die Hinrunde mit lauter Unentschieden auf eine Remis-Orgie hinzudeuten schien, gab es in der Rückrunde dann doch noch drei Entscheidungen. Zwei davon reklamierte Caruana für sich, die dritte ging an WM Anand.
Aber auch die Remisen waren nicht blutarm, sondern durchaus gehaltvoll. Sie zeigten einmal mehr, auf welch hohem Niveau in der Weltspitze heute gespielt wird. Die meisten Züge stimmen mit dem überein, was auch die stärksten Computer für das Beste halten.
Jedenfalls gab uns Zürich schon einmal einen Vorgeschmack auf das in wenigen Tagen beginnende Kandidatenturnier in London, bei dem es dann wohl richtig zur Sache gehen wird.
Alle Partien kann man hier nachspielen.  Die Homepage mit den wichtigsten Infos ist hier.
rit

Freitag, 1. März 2013

Die Elo-Weltrangliste März

Bei den Top-10 der Männern hat sich praktisch nichts verändert. Nur Anand hat nach Baden Baden vier Pünktchen gutgemacht. Bei den Top-5 der Frauen hat durch Gibraltar Zhao Xue den fünften Platz von Dzagnidze geerbt. Die neuen Listen:
      Männer                             Frauen
  1 Carlsen     Nor  2872      
     1 Polgar       Hun  2696   
  2 Kramnik     Rus  2810            2 Hou Yifan    Chn  2617
  3 Aronian     Arm  2809            3 Koneru       Ind  2597
  4 Radjabov    Aze  2793            4 Muzychuk     Slo  2585    

  5 Karjakin    Rus  2786            5 Zhao Xue     Chn  2565
  6 Anand       Ind  2784       
  7
Topalov     Bul  2771        
  8 Nakamura    Usa  2767          Die kompletten Top-100-Listen 
  9
Mamedyarov  Aze  2766          gibt es hier (M) und hier (F).  
 10 Grischuk    Rus  2764

Die Deutschen unter den Top-100:   Männer: Naiditsch (39), Fridman (86), Meier 96.
Frauen: Paehtz (21), Kachiani (76), Michna (83), Melamed (84), Schleining (100).
rit